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Solidarität mit den Überlebenden von Atomtests

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am 29. August, dem Internationalen Tag gegen Atomtests, gedenken wir den vielen Menschen, deren Leben, Gesundheit und Zukunft durch Atomwaffen zerstört wurden. Seit 1945 haben Atomwaffenstaaten über 2.000 Atomwaffentests durchgeführt. Die Folgen sind bis heute sichtbar: Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Viele leiden an Krebs und anderen Krankheiten oder haben Fehlbildungen. Ganze Landstriche – etwa in Kasachstan, auf den Marshallinseln, in Algerien oder Australien – sind bis heute unbewohnbar.

Diese Verbrechen gegen Mensch und Umwelt dürfen nicht vergessen werden. Gerade jetzt, wo Atomwaffen in politischen Debatten wieder als „nötiges Abschreckungsmittel“ dargestellt werden, müssen wir den Stimmen der Überlebenden Gehör verschaffen. Sie zeigen uns, was Atomwaffen in der Realität bedeuten: Leid, Tod und Zerstörung.

Wir erinnern an die vielen Menschen, deren Leben, Träume oder Gesundheit durch Atomwaffen zerstört wurden.

Das nukleare Erbe

Im vergangenen Jahr reiste ICAN Deutschland mit einer Delegation nach Kasachstan, um Überlebende der sowjetischen Atomwaffentests in Semei zu treffen.

Dort führte das Militär zwischen 1949 und 1989 fast 500 Tests durch – mit verheerenden gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Bevölkerung. 

Aus diesen Begegnungen ist ein Buch entstanden, das die Geschichten der Betroffenen dokumentiert und ihre Stimmen sichtbar macht. Sie berichten von jahrzehntelangem Schweigen, von Krankheiten, die ganze Familien zerstörten und von dem unermüdlichen Kampf um Anerkennung und Gerechtigkeit. Dieses Buch soll dabei helfen, dass die Erfahrungen der Überlebenden nicht in Vergessenheit geraten und es macht deutlich machen, warum Atomwaffen weltweit geächtet werden müssen.

Hier könnt Ihr es bestellen!

Die Nuclear Survivors dürfen nicht vergessen werden

Mit dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) gibt es ein Abkommen, das Atomwaffen nicht nur ächtet, sondern auch konkrete Unterstützung für Überlebende und Maßnahmen zur Umweltsanierung vorsieht. Deutschland ist diesem Vertrag bis heute nicht beigetreten.

Wir fordern die Bundesregierung weiterhin auf: Übernehmen Sie Verantwortung – schließen Sie sich dem Atomwaffenverbot an!

 
Neue ICAN-Gruppe in Freising/München

In Freising hat sich eine neue ICAN-Gruppe gegründet - darüber freuen wir uns sehr! Interessierte aus der Umgebung können der neuen Facebook-Gruppe beitreten oder sich in unserem Büro melden: office@ican.berlin

Wer selbst eine Orts- oder Hochschulgruppe ins Leben rufen möchte, findet hier unseren Leitfaden.

 
Veranstaltungstipps: Ausstellungen in Darmstadt und Berlin

80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki erinnern gleich zwei Ausstellungen an die Folgen des nuklearen Zeitalters:

In Darmstadt zeigt die Ausstellung „Die zerstörte Stadt. Hiroshima nach der Atombombe“ bis zum 8. September auf dem Luisenplatz Fotos und Zeichnungen des Hiroshima Peace Memorial Museum. Der zweite Teil der Ausstellung wird sich vom 27. August bis zum 19. September im Justus-Liebig-Haus den gesundheitlichen sowie gesellschaftlichen Folgen von Atombombeneinsätzen widmen.

In Berlin eröffnet am 5. September die Ausstellung „Pika Don / = Blitz + Donner“ in der Moving Poets Novilla.

Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler, Vorträge und Performances thematisieren die Atombombenabwürfe und ihre Aktualität. Geöffnet ist am 5. und 6. September.

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Herzliche Grüße

Dein Team von ICAN Deutschland

 
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